Artist » Vogelmann
Dortmund, Germany
Rating:
Biografie von Vogelmann
Ingo Vogelmann kommt aus einer musikalischen Familie, sowohl von väter- als auch mütterlicher Seite gab es professionelle Berufsmusiker. Als Vorbild diente ihm schon in frühesten Jahren sein zehn Jahre älterer Bruder, Dirk Vogelmann, der seinerzeit Gitarre und Schlagzeug in Bands gespielt und gesungen hat. Der jüngere Vogelmann wurde durch die progressive Rockmusik der frühen siebziger Jahre beeinflusst. So kam er auch schnell mit verschiedensten Instrumenten in Berührung, begann jedoch zunächst mit klassischem Schlagzeugunterricht.
Nachdem Vogelmann in der Jugend in diversen Bands Schlagzeug gespielt hatte, entdeckte er einen der für die achtziger Jahre typischen Drumcomputer, und damit die für ihn völlig neuen Möglichkeiten, Musik zu machen.
In den folgenden Jahren beschäftigte er sich mehr und mehr mit professioneller, elektronischer Studioproduktion. 1993 begann er auch als DJ in Clubs aufzulegen. Zu Zeiten des Techno und Trance Hypes der Neunziger führte ihn dies als DJ quer durch Europa. Schon damals begeisterte Vogelmann die Menschen mit extrem langen und epischen DJ Sets.
Kurz nachdem er 2003 auf die Baleareninsel Mallorca zog, entschied er sich dazu, diesem Teil des Geschäftes den Rücken zu kehren und nur noch für sich zu arbeiten, sowohl was die Musik als auch das Design anging. Er produzierte sein Debutalbum “Deep Understanding” und erreichte damit in kürzester Zeit eine hohe Aufmerksamkeit durch Fans und die Presse. Ein unglücklich und voreilig geschlossener Verlagsvertrag mit EMI Music Publishing zwang ihn jedoch in die Situation, dieses Album - zumindest physisch - vorerst nicht veröffentlichen zu können. Das Album ist jedoch mittlerweile in digitaler Form in dem MusicStore seines Labels erhältlich (L2 MusicStore).
Wieder zurück in Deutschland brachte ihn diese - für ihn schlechte - Erfahrung mit der [Musikindustrie] dazu, den Bundesverband für Musikkultur “SAVEMUSIC” zu gründen. Die Verbandsarbeit fand sehr schnell Anklang in der Öffentlichkeit und hat sich zwischenzeitlich als starke Stimme für Künstler und Musikfans etabliert. SAVEMUSIC vermittelt beiden Seiten z.B. geeignete Anwälte für verfolgte Filesharer, aber auch für Künstler, die sich von der klassischen Musikindustrie betrogen fühlen. Vogelmann ist heute Ehrenmitglied und Berater des Verbandes, hat die Hauptverantwortung jedoch aus Zeitgründen an ein vertrautes Gründungsmitglied abgegeben.
Vogelmann konnte sich mit den Jahren als eine der respektiertesten Figuren der Progressive Dance Szene als Produzent und DJ etablieren. Bei heutigen Auftritten lässt er die Grenzen zwischen DJing und live Performance verschwimmen, indem er seine Sets mit einem Laptop, Mixing Software und zwei externen Firewire-Soundkarten nahezu wie eine Echtzeit-Studioproduktion gestaltet. Spontane, remixähnliche Bearbeitungen und Effektierungen sind nur einige der Möglichkeiten, die Vogelmann mit dieser Technik nutzt.
Die zweite Sendung, “TIME OUT“, findet an jedem dritten Sonntag des Monats statt. Diese Sendung läuft zwei Stunden und wird von Vogelmann allein gestaltet. Hier spielt Vogelmann ausschließlich Chillout und Ambient Musik.
Vogelmann stellt Aufnahmen seiner Sets - und die von befreundeten DJs - regelmässig in einem Podcast namens L2 PODIO (L2 PODcast radIO) zur Verfügung. Dort finden sich auch manchmal die Sets von recht bekannten Grössen der Szene, wie z.B. DJ Taucher oder Jody Wisternoff von Way Out West.
Als eine der stärksten Inspirationen sieht Vogelmann nach eigener Aussage bis heute die Werke von Marc Mitchell, hier insbesondere der Remix eines kompletten Marillion-Albums (”Tales from the engine room”), die Vogelmann für einen Meilenstein der Musikgeschichte hält. Aber auch BT, Sasha und die frühen Pioniere wie Jean-Michel Jarre, Mike OldfieldVangelis sind mit Vogelmanns Stil gelegentlich vergleichbar. Vogelmann sieht Marc Mitchell und Markus ReuterMentoren, mit denen er bis heute befreundet ist. oder (Centrozoon, TUNER) als seine
Durch den intensiven Hintergrund und die gesammelte Erfahrung im Musikbereich schien es für Vogelmann logisch, diverse musikalische Projekte zu betreiben. So arbeitet er heute mit vielen, sehr stilverschiedenen Künstlern und Produzenten zusammen. Die Ergebnisse von Vogelmanns experimentellen Ausflügen reichen von Rock und Klassik über Progressive House bis zu Electro und Ambient. Eine genaue Spezifizierung ist aber ein eher gewagtes Unterfangen. Auch dem Bereich Filmscore, Filmmusik, Werbefilmvertonung und Game-Musik wendet Vogelmann sich gelegentlich zu. Hierbei bedient er sich auch manchmal der Surround-Produktion.
Vogelmann verfolgt derzeit den Plan, sich über PledgeBank die Veröffentlichungen seiner Werke durch Fans vorfinanzieren zu lassen. Die britische Rockband Marillion hat dies vorgemacht. Vogelmann sieht darin eine Revolution in der Musikbranche, denn dadurch würden Plattenfirmen - und die aus seiner Sicht damit verbundenen Komplikationen - quasi überflüssig. Auch weitere geplante Alben möchte Vogelmann über diesen neuen Vertriebskanal veröffentlichen, wie zum Beispiel sein nächstes Album Emotizr, welches noch 2007 erscheinen soll, sofern das PledgeBank-Ziel erreicht wird.
Ingo Vogelmann lebt und arbeitet im Ruhrgebiet. Sein Heimstudio, das “Moonsun Studio”, ist ein voll digitales und auf virtuellen Studioapplikationen basierendes 7.1-Surround-Studio.
Er ist ein gefragter Remixer und Produzent für Fremdkünstler, widmet sich aber mehr der Produktion seiner eigenen Werke. Top-Acts wie die japanische Tomomi Ukumori hat er durch seine Produktion in Japan zum Erfolg verholfen.
Für das Artwork zu “GOD” ließ Vogelmann sich 2 Jahre lang die Haare wachsen und 6 Monate lang einen Vollbart. Das Artwork, in dem er sich als Jesus darstellt, wurde sehr kontrovers diskutiert und eher von der Masse abgelehnt. Auf den Bildern zeigt Vogelmann sich mit blutigen Wundmalen an der Stirn und den Handgelenken.
Für 2008 hat Vogelmann eine Welttour als DJ geplant.